Hauptort einer Lehnsherrschaft der adligen Herren von „Horbourg“, die den Ort im Jahre 1291 befestigten und eine Stadt gründeten. Im Jahre 1324 verkaufte die Familie der „Horbourg“ ihr gesamtes Hab und Gut an die Grafen von „Wurtemberg“ und hatte bald darauf keine Nachfahren mehr. Riquewihr verblieb bis zum Jahre 1793 unter der Herrschaft der Grafen, und später der Herzoge von „Wurtemberg“. Ihre Wappen sind in der Stadt allgegenwärtig. Im Jahre 1525 beteiligten sich die Bewohner, die die tyrannische Herrschaft der Herzoge nicht mehr ertrugen, am Bauernaufstand. Das 16. Jahrhundert und der Anfang des 17. Jahrhunderts bildeten den Höhepunkt der Stadt, die durch den Verkauf ihrer bekannten Weine an Reichtum erlangte. Der Dreißigjährige Krieg setzte diesem Wohlstand ein Ende. Riquewihr erlebte im 19. Jahrhundert nach seiner Wieder - Eingemeindung an Frankreich im Jahre 1796 durch den Vertrag „Traité de Paris“ einen neuen Aufschwung. Im 20. Jahrhundert erlebt Riquewihr einen wohlverdienten Erfolg in der Tourismusbranche und gehört nun zu den am meisten besuchten Touristenstätten Frankreichs.